Was ich schon immer mal dazu sagen wollte (nur irgendwie klappt das nicht so richtig überzeugend...;-)):
"Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott! Denn ich werde ihm noch danken, dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist." (Ps.42,6 und 12 ebenfalls) :-DIch war vorhin im Magisterprüfungsamt. Nachgucken, ob alles stimmt, was im Internet so steht. Da stand nämlich:
"Hinweis: Frau Dr. **** ist vom 09.-18.11.2005 im Urlaub. Anmeldungen zur Magisterprüfung sind auf dem Postweg möglich."
Und wann las ich das? Am Montag abend. Durch Zufall. Nur nochmal sicherstellen, dass ich die Öffnungszeiten richtig abgeschrieben hatte... Dienstag ist das Amt geschlossen. Mittwoch die Frau weg. Am Freitag ist letzter Abgabetag.
Super. Schicken! Das heißt mind. einen Tag eher, sonst kommt die Post nicht mehr an. Das heißt, ich kann keine Fragen mehr stellen und kontrollieren lassen, ob alles vollständig ist. Das heißt vermutlich Einschreiben, weil ich sonst nicht beweisen kann, dass auch alles angekommen ist. Das heißt schon wieder 4 Euro weg (davon kann ich immerhin 2x in die Mensa gehen!).
Gut, dachte ich mir, vielleicht liest sie ja Dienstags trotzdem Emails und kann mir meine Fragen beantworten. Hab ich gemacht. Gefragt, ob ich das auch in den Briefkasten im Amt schmeißen kann, ob es eine Vertretung für Fragen gibt, ob ich die Original-Scheine mit in den Umschlag stecken soll (wennse wech sind, sindse dann für immer wech...) usw. Warte auf Antwort. Kommt nix. Gut, denke ich mir, arbeitet sie eben gar nicht am Dienstag. [*paaanik] Was lese ich Mittwoch früh? Die überaus hilfreiche und total umfassende Antwort: "Sie müssen alles fristgemäß einreichen, egal ob ich da bin oder nicht !" Ach nee, wär ich von allein nicht drauf gekommen... Und statt dem "Mit freundlichen Grüßen" hätte ich auch lieber gelesen: "Vertreter für Fragen ist ..." Bin ich zu anspruchsvoll?
Mittwoch endlich mal bei meiner eigentlichen Magisterbetreuungsprofessorin gewesen. (Zitat sie: "Ach, Siiee sind das! Ich hab schon die ganze Zeit gegrübelt, wer sie wohl sein könnten!")Unterschriften geholt. Sie war nett und freundlich. Besonders hilfreich, was die Formulierung des Themas angeht, war sie nicht. Aber immerhin...
Danach alle Semesterwochenstunden des Hauptstudiums von den gesammelten und chaotisch archivierten Stundenplänen rekonstruiert. Dabei festgestellt, dass ich mir einige Lehrveranstaltungen in Psycho nicht genau genug aufgeschrieben habe. Dozenten, Zeiten etc. Ungünstig! In Psycho besorge ich mir nie das Vorlesungsverzeichnis sondern schaue im Internet nach. Also im Internet geguckt. Sonst findet man da ja alles. Was war nicht da? Ältere Vorlesungsverzeichnisse! Arrrggghhh! What to do? Google! Und dort fand ich dann, kurz vorm Abendbrot, endlich wenigstens ein Verzeichnis vom SS 2005... Na, immerhin. Improvisiert...;-)
Ach ja, beim Scheine sortieren stellte ich fest (gestern abend!), dass eine Dozentin vergessen hatte, den Schein zu unterschreiben!! (falls ich das nachher vergessen sollte: betet mal, dass die das nicht merken oder das zumindest keine Probleme gibt!)
So. Na, jedenfalls, um auf meinen Ausgangssatz zurückzukommen, war ich heute beim Magisterprüfungsamt. Noch was nachgucken wg. einer Prüfung. Und gucken, ob nicht vielleicht doch jemand da ist, der mir meine Magister-Sachen abnimmt. Und? JA, es war jemand da! Dort leuchtete mir schon unten an der Tür das Schild entgegen, dass die Menschen, die gedenken, sich zum 15.11. anzumelden, sich bitte an **** wenden sollten.
Na dann... Bin also rein. Sie wühlte in meinen Unterlagen. In meiner Akte klebte ein Zettelchen. Sie machte ein besorgtes Gesicht, rief einen anderen... Anscheinend fehlte irgendwas. Ah, tja, das Zwischenprüfungszeugnis in Theologie, ähm... Ich ließ innerlich schon wieder wüste Schimpfwörter auf die absolut chaotische Studienordnung der Theologen fallen. Doch der herbeigerufene Mensch meinte nur, ach, das sei noch von früher und jetzt mache man das so und so und dies und jenes sei nicht mehr wichtig usw. und "Ich stell Ihnen schnell ein Zeugnis aus!"...
Worum es nun eigentlich genau ging und warum ich nun auf einmal doch ein benotetes Zwischenprüfungszeugnis bekommen habe, obwohl in der Studienordnung ein "Kolloquium, Gespräch über den weiteren Studienverlauf" vorgesehen war und ich auch nur ein Gespräch geführt habe und keine Prüfung absolviert und vor allem, worauf ich denn nun eigentlich diese (nicht besonders gute) Note bekommen habe, weiß ich immer noch nicht...
Als nächstes erzählte mir die Frau, dass es nicht, wie mir das letzte Mal gesagt worden ist (oder vielleicht hab ich mich auch nur verhört), ausreicht, sich die mündlichen Prüfungen per Unterschrift von den Dozenten bestätigen zu lassen. Sondern auch die schriftlichen! Paanik, für die neuere Literatur hat noch keiner unterschrieben... Ach, meinte die Frau, das könne ich nachreichen... Na, hoffentlich stimmt das!
So. Jedenfalls bin ich froh, dass die Anmeldung nun weg ist. Und dass ich nix schicken musste, dass ich nicht nochmal eine Zwischenprüfung machen musste (obwohl mich diese ominöse Note immer noch ärgert) und dass überhaupt jemand da war.
Bitte betet dafür:
- dass das mit dem nicht unterschriebenen Schein kein Problem wird
- dass auch sonst nichts Wichtiges fehlt, wodurch meine Anmeldung nicht mehr fristgerecht gewertet wird
- dass das mit der fehlenden Unterschrift für die Literaturklausur klar geht
- dass mein unpräzises Magisterarbeitsthema akzeptiert wird
- dass ich mein Arbeitsthema präzisieren kann (neben den Themen, die mir der Zweitbetreuer gesagt hat, stehen jetzt noch die Ideen der Erstbetreuerin...)
- dass ich die ganzen Dinge, die ich neben der Magisterarbeit noch zu tun habe, gut und sinnvoll in meinem Zeitplan unterbringen kann und die richtigen Prioritäten setze
So. Bis ich die Zulassung habe (Ende November erst!), werde ich wohl weiterzittern. Ich will ja keinen auf religiös machen, aber einfach noch einen Vers festhalten, den ich heute morgen neben meiner Tür las und schön fand. Den hatte ich wohl mal zu irgendeinem Neujahrsgottesdienst gezogen und beim letzten Aufräumen (wie lange ist das wohl her?) dorthin geklebt:
"Denn der Herr, dein Gott, ist ein barmherziger Gott; er wird dich nicht verlassen noch verderben..." (5.Mose 4, 31)
Und ich versuch jetzt einfach mal zu glauben, dass das auch für mich gilt. Und vermutlich auch dann, wenn ich an dem meisten Stress selbst schuld bin. Mal sehen, ob´s klappt... ;-)